Beyond History Blog

Friedhof 3.0

17. September 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Familie, Internet, Persönlichkeiten, Wissen

Grabstein der Familie Duden in Bad Hersfeld, ein Beispiel für eine bekannte Persönlichkeit, zu der sich einiges erzählen ließe. Konrad Duden hatte keinen geringen Einfluss auf die Rechtschreibung in Deutschland (näheres dazu: https://www.beyond-history.de/blog/permalink/190/). Foto von 2micha (Own work) [GPL (http://www.gnu.org/licenses/gpl.html)], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grabstein_duden_hersfeld.jpg)

Bereits zum Tag des Friedhofs 2015 haben wir uns mit der Bedeutung von Grabstätten für die Ahnenforschung beschäftigt. Damals haben wir auch über den Friedhof 2.0 berichtet, der beispielsweise das Anbringen von QR-Codes ermöglicht, über die man auf eingerichteten Gedenkseiten oder auch verlinkte Videos weitere Informationen zum Verstorbenen erhalten kann. Mit voranschreitender Technik geht es aber selbstverständlich auch hier immer Neues.

Friedhof 3.0

Was steht da? Rechtschreibung in Deutschland

31. August 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Historische Dokumente, Wissen

Duden von 1891 (3. Auflage), Bild von Merker Berlin (Eigenes Buch, eigener Scan) [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DUDEN_1891_0302_PAF1.jpg)

Wohl jeder Ahnenforscher kennt das Problem: In alten Dokumenten unterscheiden sich Wörter oft in ihrer Schreibweise, was es nicht gerade einfacher macht, alte Handschriften zu lesen. Problematisch kann es für die weitere Ahnenforschung vor allem dann werden, wenn die persönlichen Daten betroffen sind, insbesondere der Name.

Der Grund für die heute oft willkürlich erscheinenden Schreibweisen ist, dass es sehr lange gar keine festen Regeln zur Rechtschreibung gab. Wenn es um persönliche Daten geht, kommt erschwerend hinzu, dass die betreffenden Personen früher oft selbst nicht schreiben konnten, sie die Angaben beispielsweise im Kirchenbuch also nicht überprüfen konnten. Wenn ich bedenke, wie oft und unterschiedlich mein Nachname heute trotz Buchstabieren falsch geschrieben wird, ist es kein Wunder, dass sich viele verschiedene Schreibweisen herausbildeten.

Was steht da? Rechtschreibung in Deutschland

Ein kleiner Schritt für einen Menschen – Von Deutschland zum Mond

25. August 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Auswanderung, Historische Ereignisse, Persönlichkeiten, Wissen

Neil Armstrong bei Arbeiten auf dem Mond nahe der Mondlandefähre Eagle, 21. Juli 1969. Foto der NASA / Edwin E. Aldrin, Jr. [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:As11-40-5886,_uncropped.jpg)

Der erste Mann auf dem Mond, ein Deutscher? Nein, natürlich nicht. Aber tatsächlich hatte Neil Alden Armstrong deutsche Vorfahren.

Er wurde am 5. August 1930 in Ohio geboren und starb mit 82 Jahren am 25. August 2012 im gleichen Bundesstaat. Dazwischen hat Neil Armstrong am 21. Juli 1969 (deutsche Zeit) mit einem Schritt Menschheitsgeschichte geschrieben. Kaum verwunderlich ist, dass Armstrong, der auch als „Kolumbus der Raumfahrt“ bezeichnet wird, wie die meisten Amerikaner von Einwanderern abstammt. Schon seine Vorfahren brachten damit dem Mut auf, Schritte auf ungewohntem Terrain zu unternehmen. In einem neuen Land noch einmal anzufangen, war bestimmt nicht leicht. Besonders da das Kontakthalten zu zurückbleibenden Menschen früher viel schwerer war als heute.

Ein kleiner Schritt für einen Menschen – Von Deutschland zum Mond

Sind wir hier wirklich in Hamburg? Die Insel Neuwerk

20. August 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Hamburg, Wissen

Durch das Watt zu Hamburgs entlegenstem Stadtteil Neuwerk

Mehr als 100 km nordwestlich von Hamburg befindet sich der Stadtteil Neuwerk, der organisatorisch zum Bezirk Hamburg-Mitte gehört. Nur knapp 40 Menschen leben auf der ca. 3 km2 großen Insel Neuwerk an der Elbmündung. Trotz ihrer Lage gehört sie (mit kurzen Unterbrechungen) bereits seit über 700 Jahren zur Hansestadt. Zugehörig sind auch die beiden unbewohnten Nachbarinseln Scharhörn und Nigehörn.

Die Inseln liegen im Zentrum des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, der mit 13.750 Hektar der kleinste der drei deutschen Wattenmeer-Nationalparks ist. Von der niedersächsischen Küste aus kann Neuwerk bei Ebbe zu Fuß oder auf einem Wattwagen erreicht werden. Im Sommer gibt es zudem eine tägliche Schiffsverbindung von Cuxhaven.

Sind wir hier wirklich in Hamburg? Die Insel Neuwerk

Und wann wird geheiratet? Heiratsalter in Deutschland

13. August 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Wissen, Hamburg, Familie

Foto von Andreas Bohnenstengel [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hochzeit_08.jpg)

Viele werden die Frage, wann denn (endlich) geheiratet wird, kennen. Zumindest ist es aber in westlichen Ländern kein Problem mehr, zusammenzuziehen und Kinder zu bekommen, ohne verheiratet zu sein. Früher ein Skandal. Aber wann heiratete man eigentlich? Und stimmt es, dass dies früher geschah als heute?

Fragen, die auch für die Ahnenforschung relevant sind. Für das Auffinden von Verwandten oder spezifischen Heirats- oder Geburtsdaten kann es durchaus relevant sein, eine ungefähre Idee davon zu haben, wie groß der Generationenabstand gewesen sein könnte bzw. welches Heiratsalter etwa in Frage kommt.

Und wann wird geheiratet? Heiratsalter in Deutschland

Hamburgs Partnerstadt Chicago

31. Juli 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Auswanderung, Hamburg, Wissen

Chicagos Skyline bei Sonnenaufgang (2009), Foto von Daniel Schwen (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chicago_sunrise_1.jpg)

Seit Juli 1994, um genau zu sein seit dem 20. Juli 1994, ist Chicago Partnerstadt von Hamburg. Einen ersten Vorstoß hierzu hatte es bereits 1957 gegeben, in den 1990er Jahren wurde die Idee dann wieder aufgenommen.

Für die Städtepartnerschaft gibt es gute Gründe. Beide Städte sind durch ihre Lage am Wasser geprägt (am Michigansee und an der Elbe), obwohl beide im Binnenland liegen. Es handelt sich zudem um wirtschaftliche und kulturelle Zentren. Es gibt aber auch historische Parallelen und Zusammenhänge. Zu nennen sei hier nur kurz, der Vollständigkeit halber, dass beide Städte im 19. Jahrhundert von Großbränden heimgesucht wurden (Hamburg 1842, Chicago 1871), die großen Einfluss auf ihre heutigen Erscheinungsbilder hatten. Vor allem aber spielen beide Städte eine nicht unbedeutende Rolle in der Migration von Deutschland nach Amerika im 19. Jahrhundert: Hamburg als Auswandererhafen, Chicago als Anlaufstelle für Einwanderer.

Hamburgs Partnerstadt Chicago

Warum ein Deutscher der erste König der Belgier wurde

21. Juli 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Feiertage, Historische Ereignisse, Persönlichkeiten, Wissen

Leopold I., König der Belgier, Foto von Unbekannt (Zeno.org, ID-Nummer 20001849204) [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AL%C3%A9opold_I.jpg)

Seit 1890 ist der 21. Juli der Nationalfeiertag Belgiens. Zurück geht dieses Datum auf den Tag im Jahr 1831 an dem der erste König der Belgier, Leopold I., den Eid auf die neue Verfassung des gerade unabhängig gewordenen Staates ablegte. Er stammte aus einem deutschen Adelsgeschlecht.

Warum ein Deutscher der erste König der Belgier wurde

Quellen für die Ahnenforschung: Standesamtliche Urkunden

15. Juli 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Historische Dokumente, Tipps und Tricks, Wissen

Erste Seite einer Standesamtlichen Heiratsurkunde von 1880, Bilddatei von Mediatus (Own work (Familienarchiv)) [CC0, Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Standesamtliche_Heiratsurkunde_Wilhelm_Carl_Friedrich_Gräber_-_Sophia_Caroline_Wilhelmine_Jörß,_1880,_Teil_I.png)

Vor einiger Zeit haben wir eine Top-10-Liste mit Quellen für die Ahnenforschung auf diesem Blog veröffentlicht. Heute wollen wir damit beginnen, unser Versprechen einzulösen und näher auf die einzelnen Quellen einzugehen. Den Anfang machen die standesamtlichen Urkunden bzw. Personenstandsregister.

Quellen für die Ahnenforschung: Standesamtliche Urkunden

Straßennamen: Was tun, wenn einem einfach keine neuen Namen mehr einfallen wollen?

09. Juli 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Wissen

Straßenschild der Namenlosen Straße in Glückstadt.

Hier und da gibt es sie schon, Straßen, oder kurze Straßenabschnitte, die nie einen offiziellen Namen bekommen haben. Aus welchen Gründen auch immer. Aber dass es eine Straße gibt, die tatsächlich und ganz offiziell „Namenlose Straße“ heißt? Ja, auch das gibt es! Und zwar in Glückstadt.

Straßennamen: Was tun, wenn einem einfach keine neuen Namen mehr einfallen wollen?

Zur Geschichte der Nachnamen – Teil 2

30. Juni 2017, Andrea Bentschneider - Allgemein, Namenskunde, Wissen

Abbildung „Der Schmidt“ aus Amman, Jost; Sachs, Hans: Eygentliche Beschreibung aller Stände auff Erden, hoher und nidriger, geistlicher und weltlicher, aller Künsten, Handwercken und Händeln..., Frankfurt am Main 1568, S. 77 [Public Domain], via Wikipedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schmidt-1568.png).

Es ist bereits eine Weile her, seit unser Blogbeitrag Zur Geschichte der Nachnamen – Teil 1 erschienen ist. Wir haben aber natürlich nicht vergessen, dass wir eine Fortsetzung versprochen hatten. Heute ist es endlich soweit. Dieses Mal geht es um Berufsbezeichnungen und Übernamen als Nachnamen.

Zur Geschichte der Nachnamen – Teil 2

Abenteuer Ahnenforschung hat Geburtstag! Oder: Was kann professionelle Ahnenforschung leisten?

19. Juni 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Jubiläum

Am 19. Juni 2007 ging der erste Blogbeitrag auf Abenteuer Ahnenforschung online. Es handelte sich damals um einen der ersten Blogs zum Thema Ahnenforschung in Deutschland. Unsere Chefin, die Berufsgenealogin und Firmengründerin Andrea Bentschneider, plaudert hier bis heute in knappen Beiträgen ungezwungen aus dem Nähkästchen, gibt Tipps und informiert zu verschiedenen Themen rund um die Ahnen- und Familienforschung. Im Vergleich dazu ist unser Firmenblog auf dieser Seite mit (fast genau) zwei Jahren noch jung. Für beide Blogs gilt, dass sie von langjähriger Erfahrung in der professionellen Ahnenforschung geprägt sind.

Im allerersten Blogbeitrag auf Abenteuer Ahnenforschung ging es um das Thema „Ahnenforschung und wie man dazu kommt oder Am Anfang steht die Neugierde…“ Die Frage nach den Beweggründen ist dabei natürlich kaum zu Trennen von dem persönlichen Gewinn, der damit einhergeht. In Anlehnung daran soll uns heute die Frage interessieren, welche Vorteile professionelle Ahnenforschung bietet und wo ihre Grenzen sind. Was kann sie leisten und was nicht?

Abenteuer Ahnenforschung hat Geburtstag! Oder: Was kann professionelle Ahnenforschung leisten?

Keine Heirat ohne Impfung!

17. Juni 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Historische Dokumente, Wissen

Auszug aus dem Trauregister der Kirchengemeinde Münsterdorf, einzusehen im Kirchenkreisarchiv in Wrist (https://www.kk-rm.de/unser-kirchenkreis/kirchenkreis-archiv.html)

Was hat ein „Vaccinationsschein“ mit einer Hochzeit zu tun (und was ist das überhaupt genau)? Oder steht im Kirchenbuch vielleicht doch etwas anderes?

Welcher Ahnenforscher kennt das nicht? Endlich hat man ein Dokument zur gesuchten Person gefunden, aber man kann nicht alles lesen, was da steht. Selbst nachdem man die Worte entziffert hat, oder entziffert zu haben meint, weiß man nicht immer, was man damit anfangen soll. Oft wird Hintergrundwissen benötigt, um zu verstehen, worum es geht.

Keine Heirat ohne Impfung!

Top 10: Quellen für die Ahnenforschung

08. Juni 2017, Andrea Bentschneider - Allgemein, Historische Dokumente, Tipps und Tricks

Benutzersaal des Evangelischen Zentralarchivs in Berlin, Foto von Clemens Schulz (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABenutzersaal_des_Evangelischen_Zentralarchivs_in_Berlin.jpg)

Heute möchten wir unsere neue Reihe zu den Quellen der Ahnen- und Familienforschung starten. Denn was wären wir Genealogen ohne unsere Quellen? Wir beginnen mit einem ersten Überblick. In unregelmäßigen Abständen werden wir künftig die verschiedenen, hier genannten Quellen aufgreifen und nähere Informationen bereitstellen. Welche Relevanz haben die Quellen, wo findet man sie, was ist zu beachten…

Top 10: Quellen für die Ahnenforschung

Kindertag = Kindertag? Feiern in Ost- und Westdeutschland

01. Juni 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Familie, Feiertage, Traditionen, Wissen

Altstoffsammelaktion zum Erwerb eines Tieres, das am Internationalen Kindertag 1959 dem Berliner Tierpark übergeben werden soll. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-59459-0002 / Ulmer, Rudi / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-59459-0002,_Aus_Altstoffen_ein_Tier_f%C3%BCr_den_Tierpark.jpg)

Zwar gibt es keine zwei Staaten mehr, Unterschiede lassen sich zwischen Ost- und Westdeutschland aber weiterhin feststellen. Strukturelle Ungleichheiten, aber vor allem auch weiterhin verschiedene Traditionen, z.B. im Begehen mancher Feierlichkeiten. So ist beispielsweise am 1. Juni in Deutschland Kindertag. Einer der Kindertage um genau zu sein. Tatsächlich werden nämlich heute in Deutschland zwei Kindertage gefeiert. Der Internationale Kindertag am 1. Juni und der Weltkindertag am 20. September. Wobei ersterer eine größere Bedeutung im Osten des Landes hat.

Kindertag = Kindertag? Feiern in Ost- und Westdeutschland

John D. Rockefeller – ein Mann mit vielen Facetten

23. Mai 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Persönlichkeiten, Wissen, Auswanderung

John D. Rockefeller, ca. 1875; Bild [Public Domain] via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:John-D-Rockefeller-sen.jpg)

Am 23. Mai 1937 starb John Davison Rockefeller Sr. mit 97 Jahren in Ormond Beach (Florida). Der Geschäftsmann mit deutschen Wurzeln war der erste Milliardär der Welt (in US-Dollar). Berücksichtigt man nicht nur die Inflation sondern auch den Anteil an Amerikas Wirtschaftskraft, ist er laut Forbes sogar der reichste Mann der Geschichte. Bis heute erinnert man sich an seine skrupellosen Geschäftspraktiken, aber auch an seine Wohltätigkeit.

John D. Rockefeller – ein Mann mit vielen Facetten

Erlebbare Geschichte – Das Freilichtmuseum am Kiekeberg

21. Mai 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Archive, Vereine, Museen, Hamburg

Pringens Hof aus Kakenstorf, erbaut 1797, die Inneneinrichtung entspricht der Zeit um 1800.

Schöne Häuser- und Gartenensembles, hautnah und mit allen Sinnen erlebbare Geschichte, alte Haustierrassen und viele Möglichkeiten sich selbst auszuprobieren – das Freilichtmuseum am Kiekeberg in der Nähe von Hamburg ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Sei es für interessierte Ahnenforscher, die gerne wissen möchten, wie ihre Vorfahren in der Region gelebt haben könnten, allgemein Geschichtsinteressierte oder ganze Familien. Für jedes Interesse und jede Altersgruppe wird etwas geboten.

Erlebbare Geschichte – Das Freilichtmuseum am Kiekeberg

Fristen, Fristen, Fristen…

12. Mai 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Archive, Vereine, Museen, Historische Dokumente, Tipps und Tricks

Archivregister, Foto von moi (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AArchives_entreprises.jpg)

Ahnenforschung ist nicht immer einfach. Manchmal liegt das auch an gesetzlichen Beschränkungen und Regelungen, die grundsätzlich sehr sinnvoll sind, die Arbeit aber eben auch erschweren können. Heute wollen wir einen kurzen Überblick über Archivfristen in Deutschland geben. Die Fristsetzungen werden durch den Föderalismus in Deutschland verkompliziert. Es gibt daher kaum einheitliche Regelungen, die immer und überall gelten.

Fristen, Fristen, Fristen…

Die Deutschen und ihr Bier – Teil 3

02. Mai 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Auswanderung, Berufe, Persönlichkeiten, Wissen

Amerikanisches und tschechisches Budweiser, Foto: Dorisall at English Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABud_and_Budvar.jpg)

Eines der bekanntesten Brauereiunternehmen weltweit ist ohne Frage Anheuser-Busch. Mittlerweile gehört die amerikanische Brauerei zu dem internationalen Konzern Anheuser-Busch InBev (ABInBev). Ebenso wie verschiedene deutsche Biermarken wie Beck’s, Franziskaner Weißbier, Hasseröder, Diebels oder Löwenbräu. Ihren Ursprung hat die Brauerei in den 1850er Jahren in St. Louis (Missouri).  1860 wurde sie von Eberhard Anheuser und einem Partner übernommen. Anheuser starb 20 Jahre später, am 2. Mai 1880 in St. Louis.

Die Deutschen und ihr Bier – Teil 3

Die Deutschen und ihr Bier – Teil 2

28. April 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Auswanderung, Berufe, Persönlichkeiten, Wissen

Frederick Pabst, Foto von S.L. Stein (The Pabst Mansion) [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frederick_Pabst_by_SL_Stein.jpg)

Ebenso wenig wie die Deutschen das Bier erfunden haben, waren Sie die ersten, die in den USA Bier gebraut haben. Spätestens ab den 17. Jahrhundert sind Brauereien belegt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde jedoch vorwiegend Ale britischer Art produziert. Dies änderte sich erst mit der verstärkten Einwanderung aus Deutschland und der damit einher gehenden größeren Nachfrage nach leichterem Lager. Diese wurde ab etwa Mitte des Jahrhunderts vor allem von deutschen Brauern bedient. Ende des 19. Jahrhunderts war Lager das vorherrschende Bier in den USA geworden und vor allem deutsch-amerikanische Brauer wie Busch, Pabst oder Schlitz hatten sich einen Namen gemacht.

Die Deutschen und ihr Bier – Teil 2

Die Deutschen und ihr Bier – Teil 1

23. April 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Auswanderung, Berufe, Hamburg, Jubiläum, Wissen

Verschiedene Biersorten. Von Personal Creations (www.personalcreations.com) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABeer_in_glasses_and_steins.jpg)

Des Deutschen liebstes Getränk? Bier! So zumindest das gängige Klischee. Dafür gibt es aber durchaus gute Gründe. Einer davon ist sicherlich das deutsche Reinheitsgebot, das den guten Ruf des deutschen Gerstensaftes mitbegründet. Erlassen wurde es am 23. April 1516, daher wird jedes Jahr am 23. April der Tag des deutschen Bieres begangen. Das Reinheitsgebot ist das älteste Lebensmittelgesetz der Welt und besagt, dass in deutsches Bier nur Wasser, Hopfen und Gerste gehören. Die Auswirkung von Hefesporen aus der Luft, die die Gärung beeinflussten, war damals noch nicht bekannt. Heute ermöglicht der Zusatz von Hefe die gleichbleibende Qualität des Bieres. Vor Erlass des Reinheitsgebots wurde einiges hinzugemischt, um dem Bier beispielsweise einen besonderen Geschmack zu geben, die berauschende Wirkung zu steigern oder sauer gewordenes Bier wieder genießbar zu machen. Die ersten urkundlich nachweisbaren Vorläufer des Reinheitsgebotes finden sich bereits 1156 in Augsburg.

Die Deutschen und ihr Bier – Teil 1

Top 7 Archivsünden

21. April 2017, Andrea Bentschneider - Allgemein, Archive, Vereine, Museen, Tipps und Tricks

Es ist großartig, die Möglichkeit zu haben, Originalakten für die eigene Forschung einsehen zu können. Umso wichtiger ist es, dass bestimmte Grundregeln beachtet werden, um die Dokumente noch lange für die Nachwelt zu erhalten. Für erfahrene Ahnenforscher und Archivnutzer sind diese meist selbstverständlich. Da es aber immer wieder zu Problemen kommt, sei hier noch einmal auf ein paar grundsätzliche Dinge verwiesen:

Top 7 Archivsünden

Kurt Vonnegut und Deutschland

11. April 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Auswanderung, Historische Ereignisse, Historische Dokumente, Literatur, Persönlichkeiten, 2. Weltkrieg

United States Army Portrait von Kurt Vonnegut Jr., von United States Army [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AKurt-Vonnegut-US-Army-portrait.jpg)

Am 11. April 2017 starb der Autor Kurt Vonnegut in New York. Der am 11. November 1922 als Jüngster von drei Geschwistern in Indianapolis geborene Vonnegut war Deutsch-Amerikaner in vierter Generation. Beide Elternteile, sein Vater Kurt Vonnegut Sr. und seine Mutter Edith Lieber, stammten von deutschen Emigranten ab, die im 19. Jahrhundert nach Amerika gekommen waren.

Kurt Vonnegut und Deutschland

Spatenrecht

06. April 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Wissen

Deich am Beltringharder Koog in Nordfriedland, Foto von Goegeo (eigenes Werk), CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lahnungsfelder_vorm_Beltringharder_Koog.JPG)

Deiche sind für die deutsche Nordseeküste charakteristisch und wurden neben dem allgemeinen Hochwasserschutz auch zur Landgewinnung eingesetzt. Entsprechend ihrer großen Bedeutung lässt sich der Spruch Deus mare, Friso litora fecit" (Gott schuf das Meer, der Friese schuf die Küste) verstehen. Der Schutz vor Hochwasser spielt bis heute eine wichtige Rolle, im Februar haben wir ja bereits über die Auswirkungen der Sturmflut von 1962 für Hamburg berichtet. Doch wer ist und war eigentlich für die Erhaltung der Deiche zuständig?

Spatenrecht

Mehr können wir uns nicht leisten!? – Wenn kirchliche Amtshandlungen Geld kosten

31. März 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Wissen

Dietmar Rabich / Wikimedia Commons / “Dülmen, Kirchspiel, St.-Jakobus-Kirche -- 2015 -- 5586” (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42826497) / CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode)

Noch heute ist eine Hochzeit oder Beerdigung ein finanzieller Aufwand, der manche vor Schwierigkeiten stellt. Besonders in Bezug auf Hochzeiten sind viele Entscheidungen zu treffen, die großen Einfluss auf die Kosten haben: die Anzahl der eingeladenen Personen, das Kleid, ob ein DJ oder eine Band engagiert wird... Und nicht wenige ältere Menschen legen bereits zu Lebzeiten Geld für ihre eigene Beerdigung zurück, damit ihre Nachkommen diese nicht finanzieren müssen. In der Regel sind die finanziellen Belastungen aber nicht auf Gebühren zurückzuführen, die von den Kirchen erhoben werden. Das war früher anders.

Mehr können wir uns nicht leisten!? – Wenn kirchliche Amtshandlungen Geld kosten

Literaturtipp: „Sie kam aus Mariupol“ von Natascha Wodin

26. März 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Familie, Literatur, Persönlichkeiten

Cover des Buches „Sie kam aus Mariupol“ von Natascha Wodin, Bildrechte beim Rowohlt Verlag

Im Februar 2017 ist bei Rowohlt das neue Buch der Schriftstellerin Natascha Wodin erschienen. „Sie kam aus Mariupol“ erzählt nicht nur die bewegende Geschichte ihrer Mutter, sondern beschreibt auch eindrücklich die Ahnenforschung als solche. Zu Recht wurde die literarische Biographie mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

Literaturtipp: „Sie kam aus Mariupol“ von Natascha Wodin

Wenn das Unmögliche möglich wird

19. März 2017, Andrea Bentschneider - Allgemein, Archive, Vereine, Museen

Diese Woche erlebten wir eine neue Ahnenforschungs-Sensation, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

Seit mehr als vier Jahren haben wir für eine Kundin nach Informationen über ihren leiblichen Vater gesucht, von dem sie nur den Namen und seinen Wohnort 1945/1946 kannte. Nicht einmal das Geburtsdatum war bekannt. Dem Hörensagen nach gab es eine Verbindung nach Österreich, doch das ließ sich lange nicht bestätigen.

Wenn das Unmögliche möglich wird

Straßennamen: Geh ums Quadrat und beginne ein neues Leben!

11. März 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Wissen

Straßenschild einmal anders: Statt Straßennamen findet man in der Mannheimer Innenstadt oft nur Buchstaben und Zahlen. Diese geben die Quadrate und die in der Straße zu findenden Hausnummern an. (Foto von Hubert Berberich, veröffentlicht auf Wikipedia Commons)

Als Ahnenforscher haben wir immer wieder mit Adressen zu tun. Ein Thema, dem wir uns in diesem Blog bereits gewidmet haben und wieder widmen wollen. Gerade bei Adressen, an denen Personen vor vielen Jahren oder gar Jahrhunderten gelebt haben, kann es vorkommen, dass sich die Straßennamen in der Zwischenzeit geändert haben. Dann ist es unter Umständen notwendig herauszufinden, wie die Straße heute heißt. Mannheim ist dagegen ein gutes Beispiel dafür, dass auch ganz aktuelle Adressen Rätsel aufgeben können.

Straßennamen: Geh ums Quadrat und beginne ein neues Leben!

Überschwemmt… Katastrophale Einflüsse auf die Ahnenforschung

28. Februar 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Archive, Vereine, Museen, Hamburg, Historische Ereignisse

Überschwemmung in Hamburg am 17.02.1962; Foto von Oxfordian Kissuth (Eigenes Werk). Lizensiert unter CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHamburg_-_Flutkatastrophe_1962.jpg

In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 führte der Orkan Vincinette zu einer Sturmflut an der Nordseeküste. Hamburg wurde besonders schwer getroffen, die Vorwarnsysteme versagten und die Gefahr wurde nicht ernst genommen. So überraschte das Wasser die Hamburger im Schlaf. 315 Menschen starben alleine in der Hansestadt (von 340 Menschen insgesamt).

Zerstört wurden auch Dokumente, die uns heute bei der Ahnenforschung helfen könnten. Das Staatsarchiv als solches blieb glücklicherweise verschont, das Registraturgut einiger Ämter war jedoch betroffen, beispielsweise des Organisationsamtes, des Strom- und Hafenbauamtes und der Oberfinanzdirektion. Nicht abzuschätzen ist auch, wie viele Akten in Privatunternehmen verloren gingen. Wer bei entsprechenden Unternehmen Informationen zu Verwandten erhalten möchte, die dort vor 1962 gearbeitet haben, kann unter Umständen enttäuscht werden.

Überschwemmt… Katastrophale Einflüsse auf die Ahnenforschung

Biikebrennen in Nordfriesland

21. Februar 2017, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Traditionen

„Biikebrennen in Wassersleben (2014), Entzündung, Bild 013“ von Sönke Rahn - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Biikebrennen_in_Wassersleben_(2014),_Entz%C3%BCndung,_Bild_013.JPG#mediaviewer/File:Biikebrennen_in_Wassersleben_(2014),_Entz%C3%BCndung,_Bild_013.JPG

Am 21. Februar findet in Nordfriesland in Schleswig-Holstein traditionell das Biikebrennen statt. Der Abend des 21. Februar ist der Vorabend des Petritages. Beim Biikebrennen wird Holz verbrannt, heute meistens alte Weihnachtsbäume und Gestecke. Fast jede Gemeinde und und manche Höfe haben ihre eigenen Biikefeuer. Und die Tradition variiert ein bisschen von Ort zu Ort und Insel zu Insel.

Biikebrennen in Nordfriesland

Mit dem Ziel, die bestmöglichen Flügel und Klaviere zu bauen

15. Februar 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Auswanderung, Geburstag, Hamburg, Persönlichkeiten

Heinrich Engelhard Steinweg/Henry E. Steinway https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3APSM_V40_D505_Henry_E_Steinway.jpg

Am 15. Februar 1797, wurde Heinrich Engelhard Steinweg in Wolfshagen im Harz geboren. Können Sie es sich bereits denken? Der später als Henry E. Steinway bekannte Gründer einer der führenden Flügel- und Klavierhersteller der Welt, Steinway & Sons, war ein deutscher Auswanderer.

Mit dem Ziel, die bestmöglichen Flügel und Klaviere zu bauen

Die Bedeutung von Kalendern in der Ahnenforschung - Teil 3

25. Januar 2017, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen, Historische Ereignisse, Historische Dokumente, Tipps und Tricks

Was wäre Ahnen- und Familienforschung ohne Datumsangaben? Nachdem wir schon zwei Blogbeiträge dem Thema der unterschiedlichen Kalendersysteme gewidmet haben, möchten wir in diesem Beitrag den Julianischen Kalender vorstellen, der die Grundlage des heute in westlichen Ländern gültigen Gregorianischen Kalenders bildet.

Die Bedeutung von Kalendern in der Ahnenforschung - Teil 3

Die unerwarteten Verstecke von Quellen in der Ahnenforschung

19. Januar 2017, Andrea Bentschneider - Allgemein, Historische Dokumente, Persönlichkeiten

Wer hätte gedacht, dass ein Kirchengemälde eine gesamte Familiengeschichte verbirgt?

Für die "Who Do You Think You Are?" Episode mit der beliebten australischen Köchin Maggie Beer im Jahr 2009 haben wir deren deutschen Vorfahren aus Budenheim bei Mainz erforscht. Hierbei wurden insbesondere die Familien Ackermann und Krohmann ausgiebig recherchiert.

Im Laufe der Ahnenforschung wurden wir auf ein Gemälde aufmerksam gemacht, dass früher in der ehemaligen katholischen Pfarrkirche St. Pankratius in Budenheim hing. Bei Restaurierungsarbeiten hatte man vor einigen Jahren zufällig die Portraits einer Frau und eines als Engel gezeichneten Kindes entdeckt, die über den Köpfen eines Vaters mit 5 Kindern schwebten. Diese wurden wieder freigelegt und aufgearbeitet nachdem sie jahrelang übermalt gewesen waren.

Die unerwarteten Verstecke von Quellen in der Ahnenforschung

Die Bedeutung von Kalendern in der Ahnenforschung - Teil 2

29. Dezember 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen, Historische Ereignisse, Historische Dokumente, Tipps und Tricks

http://www.lzkv.de/frk/bilder/frk1-14.pdf

Nachdem wir in unserem letzten Blogbeitrag bereits den Kirchenkalender und damit den Einfluss der Religion auf die Zeitrechnung vorgestellt hatten, möchten wir auch in diesem Beitrag ein wenig über die unterschiedlichen Kalendersysteme ausführen.

Es ist bei der Ahnenforschung nämlich nicht nur wichtig zu wissen, in welche zeitliche Periode die zu untersuchenden Quellen einzuordnen sind, sondern auch, in welcher Region bzw. unter welcher politischer Herrschaft sie denn angefertigt wurden. Denn auch dies hatte Einfluss auf die Ausgestaltung des jeweiligen Kalendersystems.

Die Bedeutung von Kalendern in der Ahnenforschung - Teil 2

Die Bedeutung von Kalendern in der Ahnenforschung

15. Dezember 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen, Historische Ereignisse, Historische Dokumente, Tipps und Tricks

Quelle: Staatsarchiv Hamburg, 514-6 Nr. 9 Heiratsregister St. Nikolai, Finkenwerder 1794-1848, 1822.

Zahlen und Datumsangaben sind elementar für die Arbeit eines jeden Ahnen- und Familienforschers. Erst über sie können wir gezielt nach einer Person suchen und darüber Stammbäume mit konkreten Lebensdaten der einzelnen Familienmitglieder erstellen. Doch Obacht – bei der Auswertung von Quellen können einem die unterschiedlichsten Kalendersysteme und Datumsangaben begegnen.

Verschiedene Kalendersysteme

Die Geschichte der Kalender ist lang; bereits in den frühen Kulturen versuchten die Menschen, die Zeit und mit ihr das Jahr systematisch zu erfassen. So entstanden im Laufe der Zeit verschiedene Kalendersysteme: Die Römer führten z.B. einst den Julianischen Kalender ein, die Franzosen ab 1792 den so genannten Französischen Revolutionskalender. Ebenso gingen aus den Religionen verschiedene Zeitrechnungen und damit verschiedene Kalendersysteme hervor, die sich unter anderem an den jeweiligen Feiertagen orientierten.

Die Bedeutung von Kalendern in der Ahnenforschung

Geschichte, in Stein gemeißelt

22. November 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen, Historische Ereignisse, Hamburg

Die letzten, sonnigen Herbsttage lassen sich wunderbar nutzen, um die Hamburger Luft bei ausgedehnten Spaziergängen zu genießen. Interessant, auf welche historischen Zeugnisse man dabei doch immer wieder trifft. Wenn man sie denn nicht einfach übersieht.

Im Hamburger Stadtgebiet stehen zum Beispiel mehrere, knapp ein Meter hohe Granitsteine, die – sofern sie denn auf öffentlichem Grund stehen – sicher nicht jedem Spaziergänger sofort auffallen dürften. Doch diese Steine mit ihrer ja fast kryptisch anmutenden Inschrift sind ein interessantes Zeugnis hamburgischer und holsteinischer Geschichte.

 

Geschichte, in Stein gemeißelt

"Laterne Laterne, Sonne, Mond und Sterne!"

11. November 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen, Feiertage, Historische Ereignisse, Alte Bräuche

Der November ist der Monat, in welchem hierzulande traditionell die Laternenumzüge stattfinden. Dass kleine Kinder frühabendlich mit ihren Eltern und bunten, selbstgebastelten Laternen losziehen, hat - wie so vieles - seinen Ursprung in kirchlichen Feiertagen. Genauer gesagt, wird mit den warmen Lichtern im November dem heiligen Martin von Tours gedacht.

 

"Laterne Laterne, Sonne, Mond und Sterne!"

Es wird wieder an der Uhr gedreht

22. Oktober 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen, Feiertage, Historische Ereignisse, Hamburg

Bald ist es soweit: Es wird wieder an der Uhr gedreht. Seit 1996 gelten einheitliche Sommerzeitregelungen in der EU, damit beginnt die Sommerzeit am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Mit Beginn der „Winterzeit“ wird die Uhr also um eine Stunde auf die sogenannte „Normalzeit“ zurückgestellt.

Heute von den meisten Menschen als lästig empfunden, war die Zeitumstellung einst temporär in Krisenzeiten wie den Weltkriegen eingeführt worden, um das Tageslicht besser nutzen und darüber Energie einsparen zu können. Dennoch ist der angeblich positive Effekt der Zeitumstellung auf den Energieverbrauch momentan noch umstritten: Laut Bundesumweltamt wird während der von März bis Oktober gültigen Sommerzeit abends zwar weniger elektrisches Licht genutzt, dafür wird in den Morgenstunden der kälteren Monate wie März und April mehr geheizt. Hinzu kommt, dass sich die Zeitumstellung und der veränderte Tagesrhythmus negativ auf den Organismus vieler Menschen auswirken.

Es wird wieder an der Uhr gedreht

Zur Geschichte der Nachnamen - Teil 1

07. September 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen, Historische Ereignisse, Namenskunde

Die Chinesen waren die Ersten, die Nachnamen bereits um 2.850 vor Christus eingeführt haben. Auf dem europäischem Kontinent folgten dann die Römer, bei denen drei Namen üblich waren. Im deutschsprachigen Raum beginnt die eigentliche Geschichte der Nachnamen erst im 12. Jahrhundert. Dort reichte lange Zeit ein Rufname (Vorname) aus, um eine Person zu identifizieren. Da es aber bereits zu dieser Zeit Modenamen gab, reduzierte sich die Vielfalt der Rufnamen, was einen Rückgang der aus dem Germanischen stammenden Rufnamen zur Folge hatte.

Hinzu kam das zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert einsetzende drastische Bevölkerungswachstum. Nun gab es in einem Ort plötzlich z. B. drei Personen mit dem Namen „Josef“. Ein Name reichte nun nicht mehr aus, um eine Person eindeutig anzusprechen bzw. zu identifizieren. 

 

Zur Geschichte der Nachnamen - Teil 1

2 Familien, 2 Generationen, 2 Kontinente, 1 Suche, 0 Geburtsdaten

30. August 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Familie, 2. Weltkrieg

Im Jahr 2011 erreichte uns die Anfrage einer australischen Kundin, die kurz nach dem 2. Weltkrieg in Rotenburg/Wümme geboren worden war. 

Ihr Vater war dort bei der Luftwaffe stationiert gewesen. Nach kurzer britischer Gefangenschaft entschied er sich, in seine Heimatstadt Wien zu seiner Ehefrau und den beiden gemeinsamen Kindern zurückzukehren. Damit verließ er die Mutter unserer Kundin und die uneheliche Tochter noch vor derer Geburt. Nach 65 Jahren wollte die Tochter endlich wissen, wer ihr Vater gewesen war. 

2 Familien, 2 Generationen, 2 Kontinente, 1 Suche, 0 Geburtsdaten

Hagenbeck - eine Hamburger Institution - Teil 2

26. Juli 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen, Hamburg, Historische Ereignisse

Während der Bombenangriffe der "Operation Gomorrha" im Sommer 1943 wurden leider auch große Teile des Tierparks zerstört. Glücklicherweise überlebten einige der Tiere und so halfen anschließend die indischen Elefanten bei den Aufräumarbeiten nicht nur im Tierpark, sondern auch in anderen Teilen Hamburgs. 

Unvergessen bleibt auch Walross-Dame Antje, die von 1976 bis zu ihrem Tod 2003 nicht nur das Wahrzeichen Hagenbecks, sondern auch des Norddeutschen Rundfunks war.

Heute schreiben die beiden Walross-Kälber Thor und Loki, die übrigens die beiden ersten in einem deutschen Zoo geborenen Walrosse sind, sowie die bei Hagenbeck geborenen Elefanten, Giraffen, Löwen und anderen Tierbabys die Geschichte weiter.

Hagenbeck - eine Hamburger Institution - Teil 2

Hagenbeck - eine Hamburger Institution - Teil 1

06. Juli 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen, Auswanderung, Historische Dokumente, Historische Ereignisse, Hamburg

Quelle: Staatsarchiv Hamburg, Bestand: 373-7 I, VIII (Auswanderungsamt I). VIII A 1 Band 227, Mikrofilmnummer: K_1815, Seite 2269; auch recherchierbar auf Ancestry.de

In Hamburg singt man: "Geh'n wir mal zu Hagenbeck...." und jeder weiß, dass es in den Zoo geht. Wobei Hagenbeck genaugenommen ein Tierpark ist: Die Gehege sind nicht nur in einer großen Parklandschaft inklusive Seen und künstlichen Bergen angelegt, auch das Konzept der artgerechteren Haltung in Freigehegen wurde 1896 von Carl Hagenbeck entwickelt und später sogar patentiert. 

Was ursprünglich 1848 als kleines Tiergeschäft mit 6 Seehunden begann, mauserte sich über die Jahre zum Tierpark, der im Jahr 1907 am heutigen Standort in Hamburg-Stellingen eröffnet wurde.

Mittlerweile wurde aus "Hagenbecks Tierpark" der Tierpark Hagenbeck mit verschiedenen Attraktionen wie dem Eismeer und Tropenaquarium.

Hagenbeck - eine Hamburger Institution - Teil 1

Die falsche Vier

16. Juni 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass auf Uhren mit römischen Ziffern die 4 oft als „IIII“ geschrieben wird, und nicht, wie wir es in der Schule gelernt haben, als „IV“? Nein? Dann wird es Ihnen ab jetzt auffallen!

Die falsche Vier

Der plattdeutsche Dollar

13. Juni 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen

Nicht nur etwa 50 Millionen Amerikaner haben deutsche Vorfahren - auch der Dollar hat deutsche Wurzeln!

Zu verdanken haben wir diese Tatsache dem Umstand, dass der Bergbau in Deutschland im 15. Jahrhundert große Fortschritte machte und dass durch die „Entdeckung“ der neuen Welt immer mehr Silber nach Europa gelangte. Als das Gold knapp und damit teurer wurde, wurde nun auch Silber als Münzen geprägt. Da Gold mehr wert war als Silber und der Silbergulden den gleichen Wert haben sollte wie der Goldgulden, den er ersetzen sollte, musste der Silbergulden neunmal schwerer sein als der Goldgulden. Ein Silbergulden wog 30 Gramm und wurde auch „Guldiner“ genannt, für „Gulden“. 

Der plattdeutsche Dollar

Wenn das Unmögliche möglich wird

31. Mai 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Tipps und Tricks

Am 31. Mai 2016 erlebten wir eine neue Ahnenforschungs-Sensation, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

Seit mehr als vier Jahren hatten wir bis dato für eine Kundin nach Informationen über ihren leiblichen Vater gesucht, von dem sie nur den Namen und seinen Wohnort 1945/1946 kannte. Nicht einmal das Geburtsdatum war bekannt. Dem Hörensagen nach gab es eine Verbindung nach Österreich, doch das ließ sich lange nicht bestätigen.

Wenn das Unmögliche möglich wird

70 Jahre KZ Neuengamme Hauptprozess / Curiohaus-Prozess 1946

18. April 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Historische Ereignisse, Wissen, 2. Weltkrieg

Im Jahr 2016 jährte sich zum 70. Mal einer der unbekannteren Kriegsverbrecherprozesse, welche nach Ende des Zweiten Weltkrieges, zunächst durch die Alliierten (bspw. die Nürnberger Prozesse 1945-49), später auch vor deutschen Gerichten (Auschwitzprozesse in den 1960er und -70er Jahren) geführt wurden: Der „Neuengamme-Hauptprozess“.

70 Jahre KZ Neuengamme Hauptprozess / Curiohaus-Prozess 1946

20.03. – Internationaler Tag des Glücks

19. März 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Fotos, Wissen

In unserer modernen Gesellschaft ist Freude ein großes Thema: Selbst- und Lebenshilferatgeber säumen die Regale und besprechen in endlosen Facetten, wie wir nicht nur zufrieden, sondern fröhlich durchs Leben gehen können. Weisheiten wie „Lachen macht gesund“, „Lache und die Welt lacht mit dir“ oder “Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag“ finden sich überall, vom Wandkalender bis zur Bettwäsche.

Die Zurschaustellung von Fröhlichkeit nimmt eine zentrale Rolle in unserem Leben ein: Wer nie lacht, wird dazu aufgefordert (wobei dies vor allem Frauen passiert) und bei Portrait- oder Gruppenaufnahmen versucht der Fotograf, die Menschen vor dem Objektiv mit allerlei Kunststücken zum Lachen zu bewegen. Auch ohne Fotograf wird gelächelt – die meisten Selfies zeigen lachende und lächelnde Gesichter.

20.03. – Internationaler Tag des Glücks

„Wer eine gute, verständige und schöne Frau sucht, …“

08. März 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Familie, Feiertage, Historische Ereignisse, Wissen

„[…] sucht nicht eine, sondern drei.“ (Oscar Wilde, 1854 - 1900)

Wenngleich es in Bezug auf die Gleichberechtigung von Frauen und Männern noch viel zu tun gibt, hat sich im letzten Jahrhundert doch schon einiges getan: Während heute mit Angela Merkel eine Frau an der Spitze der deutschen Regierung steht, hatten Frauen bis ins 20. Jahrhundert hinein beispielsweise gar nicht das Recht, an politischen Wahlen teilzunehmen. Geschweige denn übten sie einen Beruf aus: Wenn wir in der Ahnenforschung mit Dokumenten aus dem 19. Jahrhundert oder früher arbeiten, begegnen uns nur äußerst selten Frauen, die zu jener Zeit einen Beruf ausübten. Die Zuständigkeiten zwischen den Geschlechtern waren damals klar getrennt.

„Wer eine gute, verständige und schöne Frau sucht, …“

Essen damals und heute: Gedanken zum Tag der gesunden Ernährung

07. März 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Rezepte, Wissen

Das Thema „Essen“ und „Ernährung“ ist derzeit (Achtung: Wortspiel) in aller Munde. 

Ob kalorienarm, vegan oder laktosefrei – für jeden Geschmack ist heutzutage was dabei, nur gesund und ausgewogen soll es sein! Bei der richtigen Ernährung helfen sollen einem heutzutage Ernährungs-Apps  oder Lebensmittelampeln.

Essen damals und heute: Gedanken zum Tag der gesunden Ernährung

Schaltjahr

28. Februar 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Feiertage, Wissen

Was wir als ein Jahr wahrnehmen, ist genau die Zeit, die die Erde braucht, um sich einmal um die Sonne zu drehen. Tatsächlich aber dauert dieser Vorgang nicht genau 365 Tage, sondern 365 Tage und etwa 6 Stunden. Damit unser Kalenderjahr angesichts dieser Differenz aber auch in Zukunft synchron ist mit dem so genannten tropischen Sonnenjahr, gibt es das Schaltjahr: Alle paar Jahre wird dem Kalenderjahr der 29. Februar hinzugefügt, das Schaltjahr hat somit 366 Tage. So auch das Jahr 2016.

Schaltjahr

Reisepässe heute und früher

22. Februar 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Historische Dokumente, Wissen

Bildquelle: http://data.dm2e.eu/data/place/sbb/kpe_DE-1a_995/Berlin

Das Wort Pass ist abgeleitet aus dem Lateinischen „passus” (Durchgang) bzw. aus dem italienischem „passo” (Erlaubnis zum Durchgang). Heute findet man im Reisepass der Bundesrepublik Deutschland acht Personaldaten und ein Foto. 

In früheren Zeiten ohne Passfoto musste die Beschreibung deshalb etwas genauer ausfallen. Am Anfang des 18. Jahrhunderts waren zwanzig einzelne Punkte zu benennen. Name, Alter, Vaterland und Größe der Person und eine genaue Beschreibung der Beschaffenheit von Körperteilen. Die Farbe und Vollständigkeit der Zähne wurde dabei ebenso registriert wie Barthaarstärke und Lippenform. Auch besondere Erkennungsmerkmale wie “hinkend” oder “bucklig” sowie Gewohnheiten und Charaktereigenschaften wurden akribisch vermerkt. Weil sich diese Art der Personenbeschreibung über mehrere Generationen hielt, kann man aus den Reisepässen historischer Persönlichkeiten interessante Details über die Berühmtheiten erfahren. So lässt sich feststellen, dass Johann Wolfgang von Goethe braune Augen hatte und mit 57 Jahren noch nicht vollständig ergraut war.

Reisepässe heute und früher

Internationaler Tag der Muttersprache

17. Februar 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Feiertage, Historische Ereignisse, Wissen

Die "Muttersprache" ist laut Duden die "Sprache, die ein Mensch als Kind (von den Eltern) erlernt [und primär im Sprachgebrauch] hat". Damit ist Sprache ein kulturelles Gut, das uns von klein auf begleitet und uns gleichzeitig zum Teil einer Familie bzw. Gemeinschaft macht.

Doch Sprache ist nicht gleich Sprache: Insbesondere in der Ahnenforschung lässt sich nachvollziehen, wie sich Sprachen und Schrift im Wandel der Zeit verändern, Begriffe eine neue Bedeutung erhalten oder aber ganz aus dem Sprachgebrauch verschwinden. Bei der Ahnenforschung stoßen wir immer wieder auf Begriffe, die heute als veraltet gelten: Ließen unsere Ahnen sich im 19. Jahrhundert trauen, begingen sie eine „Copulation“ statt einer „Heirat“. Oder aber es standen bei einer Taufe „Gevatter“ als Taufpaten zur Seite.

Internationaler Tag der Muttersprache

Kinder per Post schicken im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

09. Februar 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Historische Ereignisse, Wissen

Smithsonian Institution Collection: National Postal Museum, CuratorialPhotographicCollection. Photographer: unknown. Image number: A.2006-22.

Manchmal begegnen einem bei der Ahnenforschung auch kuriose, unglaubliche Geschichten aus der Vergangenheit. Das folgende Beispiel zeigt einmal mehr, dass die USA wahrhaftig ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind. 1913 und 1914, kurz nach der Einführung des postalischen Paketservices, war es noch möglich bzw. nicht explizit verboten, Kinder per Post zu schicken. 

Kinder per Post schicken im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ – Die Ehe einst und heute

02. Februar 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Familie, Traditionen

Heute am 02. Februar feiern König Willem Alexander und Königin Máxima der Niederlande ihren 14. Hochzeitstag. Diese Hochzeit hatte im Vorfeld für viel Wirbel gesorgt, da Maxima weder adlig war noch die richtige Herkunft hatte. 

Wenn wir heute in der Ahnenforschung auf die Eheschließungen unserer Vorfahren schauen, dann hatte eine Heirat meist wenig mit Liebe zu tun. Während der Dreharbeiten zu "Das Geheimnis meiner Familie" mit Christine Neubauer erläuterte der Historiker Dr. Martin Ortmeier (den Link dazu finden Sie hier), dass nur knapp 2 % der vor 1900 geschlossenen Ehen aus Liebe eingegangen wurden. 

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ – Die Ehe einst und heute

Das Goldschiff

26. Januar 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Auswanderung, Wissen

Schiffspassagierlisten aus dem 19. und 20. Jahrhundert sind wichtige Quellen der Ahnenforschung, lassen sich doch an ihnen die Wege der Auswanderer übers Meer und in ferne Länder nachvollziehen.

Viele dieser Schiffe, die uns während unserer Forschung immer wieder begegnen, haben eine bewegte Geschichte. So auch das Hamburger Auswanderschiff „Cimbria“, dessen Geschichte ebenso tragisch wie sagenumwoben ist. 

Das Goldschiff

Der „Tag der deutsch-französischen Freundschaft“

22. Januar 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Feiertage, Historische Ereignisse, Jubiläum, Wissen

Zu unseren französischen Nachbarn haben wir eine ganz besondere Beziehung: Viele von uns sind mit den Comic-Geschichten über den Gallier Astérix groß geworden, der Eiffelturm wird gern als Kulisse für Heiratsanträge gewählt und das Croissant ist mittlerweile fester Bestandteil eines jeden Sonntagsfrühstücks.

Der „Tag der deutsch-französischen Freundschaft“

Ein bisschen Frieden: Jahrestag des Abschlusses des Versailler Vertrages

21. Januar 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Feiertage, Historische Ereignisse, Jubiläum, Wissen

Das Jahr 1919 markiert wohl eine der wichtigsten Zäsuren unserer Geschichte: Der Erste Weltkrieg, der vier Jahre lang die Welt in Atem gehalten und Millionen Todesopfer gefordert hatte, war beendet und fand mit dem Versailler Vertrag sein offizielles Ende. Die Tage, in denen dieser historische Vertrag beschlossen wurde, jährten sich im Jahr 2016 nun zum 97. Mal.

Ein bisschen Frieden: Jahrestag des Abschlusses des Versailler Vertrages

Serie: Straßennamen und die Geschichte dahinter:

12. Januar 2016, Andrea Bentschneider - Allgemein, Familie, Hamburg, Persönlichkeiten, Wissen

1. Teil Die Troplowitzstraße in Hamburg

Große Firma - tragische Geschichte!

Ob Nivea, Tesa oder den Labello - die Produkte kennt jeder; auch der Hersteller ist weltweit bekannt: die Beiersdorf AG. Aber die Personen hinter diesen Marken sind weit weniger bekannt.

1880 lässt sich Paul Carl Beiersdorf, geboren in Neuruppin im Jahr 1836, in Hamburg als Apotheker nieder und tüftelt zusammen mit dem Dermatologen Paul Gerson Unna (1850- 1929) an einem Wundverband herum - das Pflaster, wie wir es heute kennen, ist erfunden!

Serie: Straßennamen und die Geschichte dahinter:

Die Weihnachts-Gurke

27. Dezember 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Feiertage

Es weihnachtet sehr – und in jedem Land ein wenig anders. Die unterschiedlichen Sitten und Gebräuche zeigen sich auch am Schmuck für den Weihnachtsbaum.

Dass US-Amerikaner Girlanden aus Popcorn basteln, um ihren nicht selten mit allerlei Kitschigem überfrachteten Christmas Tree damit zu schmücken, hat man vielleicht schon mal in einer amerikanischen Filmkomödie gesehen. Auch in deutschen Weihnachtsbäumen hingen neben den bunten Glaskugeln traditionell Lebensmittel: Äpfel, Nüsse, Gebäck, Zuckerstangen – und Gewürzgurken. Wie bitte? Ja, Sie haben richtig gelesen: Gewürzgurken. 

Die Weihnachts-Gurke

Moppe für die Kinder, Kloppe für die Frauen

04. Dezember 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Historische Ereignisse

Unter diesem Motto wird morgen Abend, also in der Nacht vom 05. auf dem 06. Dezember auf der Nordseeinsel Borkum wieder der "Klaasohm" sein Unwesen treiben.

Dieser Brauch soll auf die Zeit zurückgehen, als die meist arme Bevölkerung der Insel durch Walfang Geld dazuverdiente. Die Männer kehrten im Spätherbst nach langer Abwesenheit auf die Insel zurück, die während des Sommers fest in weiblicher Hand war. In dieser speziellen Nacht geht es daher für die Männer darum, die "Herrschaft" zurückzuerlangen.

Doch was genau passiert in dieser Nacht?

Moppe für die Kinder, Kloppe für die Frauen

Todesstrafe in Deutschland?

01. Dezember 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen

Sollten Sie vorhaben ein Kapitalverbrechen zu begehen: Verüben Sie es nicht in Wiesbaden, Frankfurt oder Kassel. Selbstverständlich gehen wir nicht davon aus, dass Sie kriminelle Energie freisetzen möchten, aber wichtig zu wissen wäre schon, dass in Hessen noch die Todesstrafe gilt. Zumindest seit die Landesverfassung am 01. Dezember 1946 verabschiedet wurde, ist in Art. 21 Abs. 1 HV festgehalten, dass für besonders schwere Verbrechen die Todesstrafe verhängt werden kann. Hessen ist dadurch nicht nur das erste Land, das seine Landesverfassung nach dem 2. Weltkrieg auf den Weg gebracht hat, sondern auch das letzte, das diesen Teil noch nicht gestrichen hat. Auch hier bewahrheitet sich wieder, dass die Letzten die Ersten sein werden.

Todesstrafe in Deutschland?

Alles in Maßen: Dekade, Halbstiege und Bauernschock

28. November 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen

Es gibt Maß- und Mengeneinheiten aus alter Zeit, von denen Sie zum Teil vermutlich noch nie gehört haben. Vielleicht haben Sie immerhin schon einmal „Meterbrot“ im Supermarkt oder beim Bäcker gekauft. Aber haben Sie auch nachgemessen? Falls nicht, wir haben spaßeshalber den Zollstock genommen: Das Meterbrot kommt nicht annähernd an seine namensgebende Länge heran. Es misst nur um die 40 Zentimeter. 

Eine andere Mengeneinheit, die noch halbwegs geläufig ist, ist das sprichwörtliche Pfund. Es taucht vielleicht noch in alten Rezepten auf: Man nehme ein halbes Pfund Butter, zum Beispiel. In diesem Zusammenhang ist 1 Pfund = 500 Gramm gemeint.

Alles in Maßen: Dekade, Halbstiege und Bauernschock

Clark Gables deutsche Wurzeln

16. November 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Geburstag, Prominente

Am 16. November 1960 starb einer der erfolgreichsten Hollywood-Schauspieler aller Zeiten, Clark Gable. 1901 geboren, hatte er in Hollywood vor allem mit den Klassikern „Meuterei auf der Bounty“ und „Vom Winde verweht“ Filmgeschichte geschrieben. Er galt als ein Garant für Kassenschlager und wurde mit der höchsten Würde der amerikanischen Filmwelt, dem Oscar, für seine Rolle in „Es geschah in einer Nacht“ geehrt. Er spielte unter anderem an der Seite von Ava Gardner, Marilyn Monroe und Grace Kelly und machte sich zur Legende.

Clark Gables deutsche Wurzeln

9. November – der „Schicksalstag“ Deutschlands

09. November 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Historische Ereignisse, Jubiläum, Judentum, Wissen, 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg

Der 9. November ist ein besonderer Tag in der Geschichte Deutschlands. Gleich vierfach hat er im 20. Jahrhundert Geschichte gemacht – im guten wie im traurigen Sinne. Daher wird heute vielerorts der Verbrechen, aber auch der positiven Entwicklungen, die mit diesem Tag in Verbindung stehen, gedacht.

Am 9. November 1918 meuterten kriegsmüde Seemänner, die im Zuge des Ersten Weltkrieges erneut gegen England auslaufen sollten, in Wilhelmshaven. Der Krieg hatte fast 10 Millionen Todesopfer und doppelt so viele Verwundete gekostet und die Menschen waren erschöpft. Die Revolte griff wie ein Lauffeuer auf das ganze Land über. Die Novemberrevolution führte zur Abdankung Kaiser Wilhelms und zur Errichtung der Deutschen Republik, in der erstmals eine demokratisch gewählte Regierung die politische Verantwortung übernahm.

9. November – der „Schicksalstag“ Deutschlands

Von Warburg auf den Mond

03. November 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Auswanderung, Familie, Persönlichkeiten

Als der Amerikaner John Brinkman uns vor einiger Zeit kontaktierte, hatten wir die Möglichkeit auf eine ganz besondere Familiengeschichte zu blicken. John Brinkmann sen., sein Vater, war Direktor der Photographie bei der NASA und somit dafür verantwortlich der Welt die spektakulären Aufnahmen des Gemini und Apollo Raumfahrprogramms zu präsentieren. Insbesondere die ersten Bilder von der Oberfläche des Mondes von 1969, die um die Welt gingen und es noch immer tun (ja, wahrscheinlich die, die Sie gerade visualisieren), lagen in seinem Aufgabenbereich. John jun. erzählte uns davon, wie sein Vater diese Fotos am Frühstückstisch herumreichte, noch bevor sie der Presse übergeben wurden. Diese Geschichte illustriert, wie ein kollektiv erlebtes Ereignis, wie das der Mondlandung, häufig sich in einzelnen Bilder manifestiert, für die Nachwelt festgehalten wird und damit aber in Kontrast steht zu dem individuellen, flüchtigen Erleben und Leben der eigenen Geschichte, aber auch der Urahnen. Und mit dem fortschreitenden Alter seines Vaters wollte John ihn zurückführen an seine deutschen Wurzeln und einen Teil Erinnerungsgeschichte beitragen und festhalten.

Von Warburg auf den Mond

Sind Sie noch im Zeitumstellungs-Jetlag?

27. Oktober 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Historische Ereignisse, Wissen

Wenn man durch die Zeitverschiebung mit der Zeit konfrontiert wird, kommt man ja ins Grübeln. Wie sind eigentlich unsere heutigen Zeitzonen entstanden und festgelegt worden?

Die Sonne wandert in 24 Stunden um die 360 Grad des Erdumfangs, das bedeutet, dass sie in einer Stunde 15 Grad weiterwandert – in vier Minuten ist das ein Längengrad. Jeder Längengrad hat also im Prinzip seine eigene, sich nach dem Sonnenstand richtende Uhrzeit, und so wurde es auch bis vor weniger als 140 Jahren noch gehandhabt. So war es in Köln z.B. 26 Minuten später als in Berlin – heute klingt das unvorstellbar.  

Sind Sie noch im Zeitumstellungs-Jetlag?

Der Hunger unserer Vorfahren

16. Oktober 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Rezepte, 2. Weltkrieg

Am Welternährungstag, wird die Aufmerksamkeit der Medien besonders auf die Ernährungssituation in den Krisengebieten der Erde gelenkt, informiert und zu Spenden aufgerufen. Hier in der Ahnenforschung schweifen die Gedanken da natürlich zwangsweise zu unseren Vorfahren, die gerade in Deutschland vor nicht allzu langer Zeit Hunger leiden mussten. Es ist gerade einmal eine oder zwei Generationen her, als der Zweite Weltkrieg in einer Katastrophe für die deutsche Zivilbevölkerung mündete und die Nahrungsknappheit viel Fantasie verlangte, um eine Familie ernähren zu können. Erzählungen unserer Eltern und Großeltern berichten noch heute von dem Einfallsreichtum, der nötig war, um ein Minimum an Nahrung zu bekommen, und von dem Trauma, das wirklicher Hunger bis ins hohe Alter darstellen kann.

Der Hunger unserer Vorfahren

German-American Day

06. Oktober 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Feiertage, Historische Ereignisse

Wir bei Beyond History erforschen fast täglich die deutschen Wurzeln US-Amerikanischer Staatsbürger. Unsere Kunden aus den USA versuchen herauszufinden, woher ihre Familien stammten, weshalb sie die weite Reise über den Atlantik antraten und wie ihr Leben in Europa ausgesehen hatte. Das gemeinsame Deutsch-Amerikanische Erbe ist groß – und heute hat dieses Erbe seinen eigenen Gedenktag.

German-American Day

Tag der Deutschen Einheit

30. September 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Feiertage, Historische Ereignisse, Wissen, 2. Weltkrieg

Am 3. Oktober jähren sich die Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Bundesrepublik Deutschland (BRD). Der deutsche Nationalfeiertag erinnert dabei an den Beitritt der DDR zur BRD, der im August 1990 in der DDR-Volkskammer entschieden wurde und sich am 3. Oktober des Jahres vollzog. Damit gehörten nun auch Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie ganz Berlin, die sogenannten „neuen Bundesländer“, zur Republik.

Tag der Deutschen Einheit

Eine Heirat in Hamburg und ein Hollywoodstar

29. September 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Familie, Hamburg, Historische Ereignisse, Prominente

Als Justus und Frieda an einem Donnerstag im Juni 1907 heirateten, ahnten sie nicht, dass ihre spätere Tochter einmal Filmgeschichte schreiben würde!

Justus Samuel Bergman, ein Schwede aus Stockholm, ehelichte am 13. Juni 1907 die in Hamburg wohnende Frieda Henriette Auguste Louise Adler im Standesamt 3 in Hamburg-Eimsbüttel. Es war ein wunderschöner, mit etwa 20° C nicht allzu warmer Sommertag, als die beiden traditionsgemäß am Wohnort der Braut die Ehe eingingen.

Eine Heirat in Hamburg und ein Hollywoodstar

Friedhof 2.0

21. September 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen

In der Ahnenforschung sind Friedhöfe häufig ein wichtiger Hinweis auf Lebensdaten der eigenen Vorfahren. Ein Bild von einem Grabstein ersetzt da schon manchmal aufwendige Recherchen in Archiven! Manche Gräber geben zudem Aufschluss über Verwandte des Verstorbenen, seinen Beruf oder andere Einzigartigkeiten, die uns unsere Ahnen etwas näher bringen können.

Friedhof 2.0

Die Wut des Louis Pasteur

08. September 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Persönlichkeiten, Wissen

Joseph Meister

Am Morgen des 4. Juli 1885 schickte der Bäcker Joseph Meister seinen gleichnamigen Sohn zum Nachbarort, um dort Hefe bei einer Brauerei zu besorgen. Als der junge Joseph Meister zum Dorfzentrum gelangte, wurde der Neunjährige von einem Hund angefallen und zunächst in die Hand und dann ins Bein gebissen. Beobachter der Szene verjagten den Hund, wuschen dem Jungen am Dorfbrunnen die Wunden und schenkten ihm zur Wiedergutmachung eine Mark. Niemand ahnte, dass der kleine Junge in die Geschichte eingehen würde als der erste Mensch, der erfolgreich gegen Tollwut geimpft wurde!

Die Wut des Louis Pasteur

Die Vorfahren von Barack, Hillary und Co.

03. September 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Auswanderung, Familie, Prominente

Wahlkampf wird manchmal mit den seltsamsten Mitteln betrieben. Als in den USA 2008 Barack Obama u.a. gegen Hillary Clinton antrat, kam auch die Ahnenforschung ins Spiel, um Wähler zu gewinnen. So stellte sich interessanterweise heraus, dass Obama und Clinton über neun Ecken miteinander verwandt sind. Außerdem soll Obama ein entfernter Cousin Brad Pitts, Clinton eine Verwandte von Angelina Jolie sein – auch jeweils um neun Ecken. Während Obama angeblich in George W. Bush, Gerald Ford und Lyndon Johnson weitere entfernte Cousins haben soll, sei Clinton auf der französisch-kanadischen Seite ihrer Familie mit Madonna, Celine Dion und Alanis Morissette verwandt.

Die Vorfahren von Barack, Hillary und Co.

Die dunkle Seite des Goldgräbers

25. August 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Berufe, Wissen

Bei der Arbeit mit historischen Urkunden und Kirchenbucheinträgen stolpert man häufig über Worte, die riesige Fragezeichen hervorrufen. Häufig sind das Bezeichnungen von Berufen, die es heute in der Form nicht mehr gibt, oder deren Namen sich schlichtweg gewandelt haben – wie zum Beispiel der „Oeconomus“, der heute Hausmeister oder, ganz modern, Facility Manager genannt werden würde.

Die dunkle Seite des Goldgräbers

Fünf Tipps für Ihren Start in die Ahnenforschung!

18. August 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Tipps und Tricks

Die Geschichte der eigenen Familie ist für die meisten Menschen ein Geheimnis. Wenn Sie nicht länger warten möchten und endlich mehr über Ihre Vorfahren wissen möchten, heißt es: Ruhe bewahren um Schritt für Schritt zum Erfolg zu kommen. Für den Beginn haben wir heute fünf heiße Tipps für Ihren Start in die Ahnenforschung zusammengestellt.

Fünf Tipps für Ihren Start in die Ahnenforschung!

Sommer, Urlaub, Sonnenschein!

14. August 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein

Wenn es nach den Namensforschern der Akademie der Wissenschaften Mainz geht, herrschen diese überall in Deutschland. Sie haben anschaulich dargestellt, wo wie viele Menschen in Deutschland sommerliche Namen haben: Zum Beispiel Sommer, Urlaub/Urlauber, Sonnenschein oder auch Pool. Anhand von Telefonbucheinträgen wurde dabei beispielsweise ersichtlich, dass der Nachname ‚Sommer‘ in Deutschland relativ gleichmäßig verteilt ist, die ‚Urlauber‘ sich in Stuttgart und Umgebung tummeln und ‚Sonnenscheins‘ und ‚Pools‘ in Nordrhein-Westphalen.

Sommer, Urlaub, Sonnenschein!

Die Nadel im Heuhaufen oder wie wir das Unmögliche möglich machten

28. Juli 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Familie

Es war einer dieser Fälle, die beinahe unmöglich scheinen. Bei der Suche eines deutschen Vorfahren für einen amerikanischen Kunden hatten wir so gut wie nichts in der Hand: Alles was wir hatten war ein Name, der nicht einmal deutsch klang, die Angabe, dass der Vorfahre aus Deutschland nach Amerika eingewandert sei und einen möglichen Zeitraum von fast 10 Jahren, in dem er geboren worden sein könnte. Über einen Namensvetter, der in den Vereinigten Staaten nahe ‚unserem‘ Einwanderer wohnte und aus dem Raum Oldenburg kam, entstand die Vermutung, dass auch er aus dieser Region gekommen sein könnte.

Die Nadel im Heuhaufen oder wie wir das Unmögliche möglich machten

Ein Foto vom Flohmarkt

17. Juli 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein

Der Vater unserer Kunden war in den Vereinigten Staaten ein erfolgreicher Ingenieur und Geschäftsmann. Zu seinen Ehren wollten seine Kinder eine Ausstellung über sein Leben, seine Erfolge und seine Herkunft schaffen. Seine Familie war im späten 19. Jahrhundert von Deutschland aus in die USA eingewandert.

Ein Foto vom Flohmarkt

Donnerwetter!

09. Juli 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Alte Bräuche, Traditionen

Bei der Hitzewelle, die gerade durch Europa zieht, kommt es häufig zu Unwettern und Gewittern. Astraphobie heißt die Angst vor Gewittern, und sie hat eine lange Geschichte – verständlich, denn so wie Donner und Blitz uns heute noch erschrecken, hatten unsere Vorfahren nicht einmal eine Erklärung für das Naturschauspiel.

Donnerwetter!

Deutsche Down Under

07. Juli 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Auswanderung

Aktuell gibt es im Deutschen Fernsehen etliche Auswandererserien. Deutsche Personen oder Familien werden auf ihrem Weg in ein neues Leben von einem Filmteam begleitet und ihre Hoffnungen, Träume und Probleme festgehalten. Auch nach Australien zieht es viele Deutsche. Ich denke dann natürlich sofort an die Auswanderer, die wir schon erforscht haben, und was ihre Beweggründe waren. Die Einwanderung Deutscher nach Australien hat eine lange Traditi

Deutsche Down Under

Ein ganz besonderer Fall

30. Juni 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Familie

Manchmal sind es nicht nur die Geschichten, die wir erforschen, sondern auch die Geschichten der Menschen, für die wir forschen, die unseren Job so spannend machen!

Ein ganz besonderer Fall ist uns vor kurzer Zeit begegnet, als wir Post aus einem Gefängnis in Großbritannien bekamen! Das passiert nun auch nicht alle Ta

Ein ganz besonderer Fall

Ein neuer Einkaufssound

26. Juni 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Historische Ereignisse, Jubiläum

Wenn unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern einkaufen gingen, sah das anders aus als heute. Die Läden waren kleiner, das Angebot auch und man konnte nicht mal eben, vor den Regalen stehend, mit dem Smartphone nachschauen, was man nochmal für dieses Lasagnerezept braucht… 

Aber einkaufen hörte sich auch anders an! Das monotone Piepen an der Kasse nehmen wir heute schon gar nicht mehr wahr. Dabei ist es das Geräusch einer der größten Innovationen für Supermärkte des 20. Jahrhunderts: Die Rede ist vom Strichcodesystem. Am 26. Juni 1974 wurde das erste mit einem Strichcode markierte Produkt, eine Packung „Juicy Fruit“-Kaugummis, in einem Supermarkt in Ohio erfasst. 

Ein neuer Einkaufssound

„Wir sind hungrig!“ – 3200 Jahre Streik

23. Juni 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Historische Ereignisse, Jubiläum

Der Zug kam nicht, die Kita war zu, und Post kommt jetzt auch keine mehr: Das Jahr 2015 scheint zumindest in Deutschland ein Jahr des Streiks gewesen zu sein. Das geschieht zwar zum Leidwesen derjenigen, deren Alltag durch Zugausfälle, Kitaschließungen etc. beeinträchtigt werden. Doch im Kampf für faire Arbeitsbedingungen scheinen manchmal offensichtlich nur drastische Mittel Veränderungen zu erwirken…

„Wir sind hungrig!“ – 3200 Jahre Streik

Rätselhafte Schriften

17. Juni 2015, Andrea Bentschneider - Allgemein, Wissen

An manchen Tagen stecken wir die Köpfe zusammen und rätseln. Ist das ein H? Ist es ein S? Was für ein Beruf steht in dieser Urkunde? Der Grund dafür ist nicht unser mangelndes Sehvermögen sondern die alten deutschen Schriftarten, die wir tagtäglich in Urkunden, Kirchenbucheinträgen etc. entziffern. Nach den vielen Jahren, die wir nun schon Ahnenforschung betreiben, stellt sich zwar eine Routine ein – aber es gibt nach wie vor extreme Fälle, in denen uns eine schlechte Kopie, verschmierte Tinte oder einfach die besonders krakelige Schrift eines Beamten von vor 200 Jahren an den Rand der Verzweiflung bringt!

Rätselhafte Schriften