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Eine internationale Hotelkette und viele Schlagzeilen

Avatar of Andrea Bentschneider Andrea Bentschneider - 25. Dezember 2017 - Allgemein, Auswanderung, Persönlichkeiten, Wissen

Er wurde am 25. Dezember 1887 als Sohn eines lokalen Geschäftsmanns in San Antonio geboren und später als Hotelier reich und berühmt. Sein Vater Augustus Halvorsen stammte aus Norwegen und wanderte 1870 in die USA ein, wo er den heute bekannten Nachnamen der Familie annahm. Seine Mutter Mary Genevive Laufersweiler war deutscher Abstammung. Ihr Vater Conrad Laufersweiler kam aus dem Hunsrück, ihre Mutter Caroline Wasem wurde ebenfalls in Deutschland geboren.

Nachdem der gesuchte Unternehmer im ersten Weltkrieg gekämpft hatte, kaufte er 1919 sein erstes Hotel in Texas. 6 Jahre später eröffnete das erste von ihm selbst gebaute Hotel in Dallas. Trotz erheblicher Verluste überlebte sein Unternehmen die „Große Depression“. Ende der 1940er Jahre übernahm es unter anderem das berühmte Waldorf-Astoria in New York. Seit 1948 expandiert es weltweit und wurde damit die erste internationale Hotelkette. Sie steht für ein Höchstmaß an Qualität und Service und nahm so Einfluss auf den Standard des modernen Tourismus.

Privat lief es für den gläubigen Katholiken leider nicht ganz so rund. Er war insgesamt 3 Mal verheiratet, darunter unter anderem mit Zsa Zsa Gabor. Nachfolgende Generationen machten oftmals mit Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Sein erster Sohn war für wenige Monate mit Elizabeth Taylor verheiratet und bekannt für Drogen- und Alkoholexzesse sowie für seine Affären. Er starb 1969 mit nur 42 Jahren an einem Herzinfarkt. Die Hotelkette übernahm sein jüngerer Bruder. Dessen Enkeltochter ist heute eines der bekanntesten It- und Party-Girls.

Am 03. Januar 1979 starb der Hotelier mit 91 Jahren in Santa Monica. Auf seinem Grabstein steht, passend zu seinem heutigen Geburtstag, zu lesen: „Charity is a supreme virtue and the great channel through which the mercy of God is passed on to mankind. Christmas is forever.”

Den Großteil seines Vermögens hinterließ er seiner Stiftung, die er bereits 1944 gegründet hatte. Sie unterstützt humanitäre Projekte, die gemäß seinen Wünschen das Leiden von Menschen lindern sollen. Sein Sohn wird es ihm gleichtun.

 

Falls Sie es noch nicht erraten haben, die Rede ist selbstverständlich von Conrad Nicholson Hilton, dem Begründer der Hilton Hotelkette, der Conrad N. Hilton Foundation und Urgroßvater von Paris und Nicky Hilton.

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