Beyond History Blog

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Florian Heyden - Walter Ulbricht. Mein Urgroßvater

20. August 2020, Heike Leiacker - Allgemein, Archive, Vereine, Museen, Familie, Historische Dokumente, Persönlichkeiten, Wissen, Literatur

Cover des Buches „Walter Ulbricht. Mein Urgroßvater“ von Florian Heyden, Bildrechte bei der Eulenspiegel Verlagsgruppe.

Unser Beruf ist unglaublich spannend und wir erleben so Einiges: Lang gehütete Familiengeheimnisse werden aufgedeckt, unbekannte Verwandte gefunden und so manche Frage endlich geklärt. Ein ganz besonderer Fall war aber auch für uns von Anfang an der von Florian Heyden. Viele Jahre haben wir damit verbracht, die unterschiedlichsten Archive weltweit für Ihn zu durchsuchen, um neue Informationen über seinen berühmten Urgroßvater zu finden - keinen geringeren als Walter Ulbricht. Heute erscheint nun beim Verlag Das Neue Berlin endlich das Buch von Florian Heyden: „Walter Ulbricht. Mein Urgroßvater“.

Florian Heyden - Walter Ulbricht. Mein Urgroßvater

Auswanderung aus Deutschland

04. April 2020, Silke Deeb - Allgemein, Auswanderung, Historische Ereignisse, Historische Dokumente, Wissen

Werbung für die Auswanderung nach Amerika, Quelle: United States Library of Congress Prints and Photographs Division in Washington, D.C., LC-DIG-pga-13282, Auswanderung nach Amerika. Amerika und seine Freuden. Public domain, via Library of Congress (https://www.loc.gov/pictures/item/2003691148/).

Wer Familienforschung betreibt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit früher oder später auf Familienmitglieder stoßen, die ihre sieben Sachen packten und auswanderten. Wer nach Übersee aufbrach, hat zumeist über Hamburg oder Bremen die Heimat verlassen. Gängige Ziele waren Nord- und Südamerika und Australien. Ungewöhnlich war es aber auch nicht, den Weg Richtung Osten, zum Beispiel nach Bessarabien (Süd-Russland) über Land zu suchen.

Auswanderung aus Deutschland

30 Jahre Mauerfall - Quellen zur ostdeutschen Vergangenheit

09. November 2019, Heike Leiacker - Allgemein, Archive, Vereine, Museen, Historische Ereignisse, Historische Dokumente, Jubiläum, Wissen

Nach der neuen Reiseregelung passierten am 10. November 1989 tausende DDR-Bürger den Grenzübergang an der Invalidenstraße in Berlin, Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1989-1110-041 / Hirschberger, Ralph / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-1989-1110-041,_Berlin,_Grenz%C3%BCbergang_Invalidenstra%C3%9Fe.jpg).

Der 09. November gilt als Schicksalstag der Deutschen. Im Jahr 1989 bedeute dies endlich einmal etwas Positives. An diesem Tag verkündete die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in einer Pressekonferenz lang ersehnte Reiseerleichterungen, die den Fall der Berliner Mauer besiegelten und letztendlich ein knappes Jahr später in der Wiedervereinigung Deutschlands mündeten.

Auch in der Ahnenforschung spielt die deutsche Teilung eine große Rolle. Die Gründung zweier Staaten und insbesondere der Bau der Berliner Mauer und die Schließung der innerdeutschen Grenze hat Familien auseinander gerissen und zu sehr unterschiedlichen Lebenswelten in Ost und West beigetragen, die sich bis heute auf die deutsche Gesellschaft auswirken. Zum Jahrestag des Mauerfalls wollen wir uns daher mit der Geschichte des Mauerfalls sowie Quellen beschäftigen, die für die Erforschung von Vorfahren und Familienangehörigen in der ehemaligen DDR relevant sein können.

30 Jahre Mauerfall - Quellen zur ostdeutschen Vergangenheit

Eine kurze Geschichte der Volkszählungen in Deutschland

13. September 2019, Ann-Christin Dimon - Allgemein, Historische Dokumente, Wissen

Erste Seite des Personenfragebogens zur deutschen Volkszählung 1987, Ramessos [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Volkszaehlung.JPG).

Am 13. September 1950 fand in der Bundesrepublik Deutschland die erste Volkszählung statt.  Jedoch war es nicht die erste Volkszählung auf deutschem Gebiet. Diese wurden bereits im 18. Jahrhundert vereinzelt in den Königreichen und Fürstentümern durchgeführt. Ab 1816 kann von regelmäßigen Volkszählungen im heutigen deutschen Gebiet gesprochen werden. Bis heute bilden Sie eine interessante Quelle für die Ahnenforschung, auch wenn standesamtliche Urkunden und Kirchenbücher in Deutschland meist besser erschlossen und erhalten sind.

Eine kurze Geschichte der Volkszählungen in Deutschland

„Mehr Archivierung wagen“

20. Februar 2019, Heike Leiacker - Allgemein, Archive, Vereine, Museen, Hamburg, Historische Dokumente

Das Staatsarchiv Hamburg

Archive und insbesondere natürlich die darin aufbewahrten Dokumente sind für die Ahnenforschung unentbehrlich. Kaum eine unserer Recherchen wäre ohne sie denkbar. Aber auch jenseits der Ahnen- und Familienforschung erfüllen Archive Funktionen als Informationsspeicher und Orte der Erinnerungskultur.

Leider ist es aus Platz- und Kostengründen nicht möglich, alles aufzubewahren. Jedes Archiv muss daher die Ihnen angebotenen Bestände bewerten, also eine Auswahl treffen. Jede Kassation (Vernichtung) führt immer auch zu einem Informationsverlust. Die Frage ist, wie schwer dieser wiegt. Daher muss darüber entschieden werden, was archivwürdig ist und was nicht. Hierzu sind beispielsweise Quellen- und Erkenntniswert heranzuziehen. Ein Problem stellt dabei eine möglicherweise unterschiedliche Bewertung zu unterschiedlichen Zeiten und durch unterschiedliche Personen(gruppen) dar. Blickwinkel und Forschungsinteressen ändern sich.

„Mehr Archivierung wagen“

Das Ende des ersten Weltkrieges - Quellen zu deutschen Soldaten

11. November 2018, Heike Leiacker - Allgemein, Historische Ereignisse, Historische Dokumente, Internet, Wissen, 1. Weltkrieg

Soldat im Ersten Weltkrieg an der Westfront, Bundesarchiv, Bild 183-R05148, unbekannter Fotograf, CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-R05148,_Westfront,_deutscher_Soldat.jpg)

Heute jährt sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Am 11. November 1918 wurde in Frankreich der Waffenstillstand von Compiègne geschlossen, der faktisch den Krieg beendete. Formal endete er erst mit der Unterzeichnung des Versailler Vertrags am 28. Juni 1919 und dessen in Kraft treten am 10. Januar 1920. Zu diesem Anlass haben wir einige Quellen für die Ahnenforschung zu Soldaten des Ersten Weltkriegs zusammengestellt.

Das Ende des ersten Weltkrieges - Quellen zu deutschen Soldaten

Tag der Bibliotheken

24. Oktober 2018, Heike Leiacker - Allgemein, Hamburg, Historische Dokumente, Literatur

Bücher in unserer kleinen Firmenbibliothek: „Hamburg. Ansichten von der Freien und Hansestadt“ von 1923 und „Bauer’s Neues Kochbuch“ von 1935.

Seit dem 24. Oktober 1995 wird in Deutschland der Tag der Bibliotheken begangen. Er soll die Aufmerksamkeit auf die unzähligen Bibliotheken in Deutschland und ihre umfangreichen Angebote lenken. Viele Bibliotheken bieten an diesem Tag besondere Veranstaltungen an. Auch für uns als Ahnenforscher sind Bücher wichtige Quellen. Daher möchten auch wir heute auf diesen Tag hinweisen und gehen auf eine kleine Schatzsuche in unserer privaten Firmenbibliothek.

Tag der Bibliotheken

Tag der Archive 2018

02. März 2018, Andrea Bentschneider - Allgemein, Archive, Vereine, Museen, Historische Dokumente

Plakat zum Tag der Archive 2018 unter dem Motto „Demokratie und Bürgerrechte“, VdA (www.tagderarchive.de).

Seit 2001 findet alle 2 Jahre deutschlandweit auf Initiative des Verbands deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (VdA) der Tag der Archive statt. Die vielfältigen gesellschaftlichen Funktionen der Archive sollen - seit 2006 unter wechselnden Mottos - für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden. In diesem Jahr findet der Tag der Archive am 3./4. März unter dem Motto „Demokratie und Bürgerrechte“ statt.

Tag der Archive 2018

Mit Stolpersteinen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern

16. Dezember 2017, Andrea Bentschneider - Allgemein, Historische Ereignisse, Historische Dokumente, Hamburg, Jubiläum, Wissen

Der Vorgänger der heutigen Stolpersteine wurde am 16. Dezember 1992 vor dem Historischen Rathaus Köln verlegt. Zu lesen sind darauf die Anfangszeilen der Ausführungsbestimmungen des Deportationsbefehls für Sinti und Roma von Heinrich Himmler. Foto von Horsch, Willy (eigene Arbeit) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons (https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:K%C3%B6ln-Stolpersteiin-Rathaus-024.jpg).

Es ist wohl eines der bekanntesten Projekte zur Erinnerungskultur. Mittlerweile sind über 60.000 Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig in weit über 1.000 Orten und Städten zu finden und das nicht nur in Deutschland sondern in über 20 europäischen Ländern. An die Opfer wird vor ihrem jeweils letzten freiwillig gewählten Wohnort erinnert. Individuelle Schicksale werden so im Stadtbild sichtbar gemacht. Es wird deutlich, dass Deportationen in der direkten Nachbarschaft stattgefunden haben. Gedacht wird der Verfolgung und Vernichtung nicht nur der Juden sondern aller Opfergruppen des Nationalsozialismus. Stolpersteine werden beispielweise auch für Sinti und Roma, Homosexuelle, politisch oder religiös Verfolgte sowie Euthanasieopfer verlegt.

Mit Stolpersteinen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern

Was steht da? Rechtschreibung in Deutschland

31. August 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Historische Dokumente, Wissen

Duden von 1891 (3. Auflage), Bild von Merker Berlin (Eigenes Buch, eigener Scan) [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DUDEN_1891_0302_PAF1.jpg)

Wohl jeder Ahnenforscher kennt das Problem: In alten Dokumenten unterscheiden sich Wörter oft in ihrer Schreibweise, was es nicht gerade einfacher macht, alte Handschriften zu lesen. Problematisch kann es für die weitere Ahnenforschung vor allem dann werden, wenn die persönlichen Daten betroffen sind, insbesondere der Name.

Der Grund für die heute oft willkürlich erscheinenden Schreibweisen ist, dass es sehr lange gar keine festen Regeln zur Rechtschreibung gab. Wenn es um persönliche Daten geht, kommt erschwerend hinzu, dass die betreffenden Personen früher oft selbst nicht schreiben konnten, sie die Angaben beispielsweise im Kirchenbuch also nicht überprüfen konnten. Wenn ich bedenke, wie oft und unterschiedlich mein Nachname heute trotz Buchstabieren falsch geschrieben wird, ist es kein Wunder, dass sich viele verschiedene Schreibweisen herausbildeten.

Was steht da? Rechtschreibung in Deutschland

Quellen für die Ahnenforschung: Standesamtliche Urkunden

15. Juli 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Historische Dokumente, Tipps und Tricks, Wissen

Erste Seite einer Standesamtlichen Heiratsurkunde von 1880, Bilddatei von Mediatus (Own work (Familienarchiv)) [CC0, Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Standesamtliche_Heiratsurkunde_Wilhelm_Carl_Friedrich_Gräber_-_Sophia_Caroline_Wilhelmine_Jörß,_1880,_Teil_I.png)

Vor einiger Zeit haben wir eine Top-10-Liste mit Quellen für die Ahnenforschung auf diesem Blog veröffentlicht. Heute wollen wir damit beginnen, unser Versprechen einzulösen und näher auf die einzelnen Quellen einzugehen. Den Anfang machen die standesamtlichen Urkunden bzw. Personenstandsregister.

Quellen für die Ahnenforschung: Standesamtliche Urkunden

Keine Heirat ohne Impfung!

17. Juni 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Historische Dokumente, Wissen

Auszug aus dem Trauregister der Kirchengemeinde Münsterdorf, einzusehen im Kirchenkreisarchiv in Wrist (https://www.kk-rm.de/unser-kirchenkreis/kirchenkreis-archiv.html)

Was hat ein „Vaccinationsschein“ mit einer Hochzeit zu tun (und was ist das überhaupt genau)? Oder steht im Kirchenbuch vielleicht doch etwas anderes?

Welcher Ahnenforscher kennt das nicht? Endlich hat man ein Dokument zur gesuchten Person gefunden, aber man kann nicht alles lesen, was da steht. Selbst nachdem man die Worte entziffert hat, oder entziffert zu haben meint, weiß man nicht immer, was man damit anfangen soll. Oft wird Hintergrundwissen benötigt, um zu verstehen, worum es geht.

Keine Heirat ohne Impfung!

Top 10: Quellen für die Ahnenforschung

08. Juni 2017, Andrea Bentschneider - Allgemein, Historische Dokumente, Tipps und Tricks

Benutzersaal des Evangelischen Zentralarchivs in Berlin, Foto von Clemens Schulz (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABenutzersaal_des_Evangelischen_Zentralarchivs_in_Berlin.jpg)

Heute möchten wir unsere neue Reihe zu den Quellen der Ahnen- und Familienforschung starten. Denn was wären wir Genealogen ohne unsere Quellen? Wir beginnen mit einem ersten Überblick. In unregelmäßigen Abständen werden wir künftig die verschiedenen, hier genannten Quellen aufgreifen und nähere Informationen bereitstellen. Welche Relevanz haben die Quellen, wo findet man sie, was ist zu beachten…

Top 10: Quellen für die Ahnenforschung

Fristen, Fristen, Fristen…

12. Mai 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Archive, Vereine, Museen, Historische Dokumente, Tipps und Tricks

Archivregister, Foto von moi (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AArchives_entreprises.jpg)

Ahnenforschung ist nicht immer einfach. Manchmal liegt das auch an gesetzlichen Beschränkungen und Regelungen, die grundsätzlich sehr sinnvoll sind, die Arbeit aber eben auch erschweren können. Heute wollen wir einen kurzen Überblick über Archivfristen in Deutschland geben. Die Fristsetzungen werden durch den Föderalismus in Deutschland verkompliziert. Es gibt daher kaum einheitliche Regelungen, die immer und überall gelten.

Fristen, Fristen, Fristen…

Kurt Vonnegut und Deutschland

11. April 2017, Heike Leiacker - Allgemein, Auswanderung, Historische Ereignisse, Historische Dokumente, Literatur, Persönlichkeiten, 2. Weltkrieg

United States Army Portrait von Kurt Vonnegut Jr., von United States Army [Public domain], via Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AKurt-Vonnegut-US-Army-portrait.jpg)

Am 11. April 2007 starb der Autor Kurt Vonnegut in New York. Der am 11. November 1922 als Jüngster von drei Geschwistern in Indianapolis geborene Vonnegut war Deutsch-Amerikaner in vierter Generation. Beide Elternteile, sein Vater Kurt Vonnegut Sr. und seine Mutter Edith Lieber, stammten von deutschen Emigranten ab, die im 19. Jahrhundert nach Amerika gekommen waren.

Kurt Vonnegut und Deutschland

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